Ho-Chi-Minh-Pfad


November 2017 – Dauer: ca. 25 Tage, Strecke: ca.1325 km, 5600 Höhenmeter 

stepmap-karte-vietnam-2016-hocimin-pfad-1663615

Thomas der die Tour nun zum dritten Mal angeboten hat, hat die Strecke diesmal zweigeteilt. Den ganzen Ho-Chi-Minh-Pfad mit seinen rund 2500 km Länge abzuradeln dauert ca. 42 Tage. Für die 1325 km der Kurzversion haben wir 19 Rad-Tage benötigt.

Die Strecke führte in weiten Teilen über Landstraßen die für asiatische Verhältnisse in durchweg guten Zustand waren. An einigen Tagen ließen sich Hauptstraßen nicht vermeiden, da dies die einzige Möglichkeit war, das Tagesziel zu erreichen.
Was den Verkehr angeht, haben wir die ganze Palette des Möglichen durchradelt. Leider hatten wir keine Hupe an unseren Rädern. Denn die ist das wichtigste und am meisten benutzte Teil im vietnamesischen Straßenverkehr. Trotzdem habe wir uns in Hanio und Da Nang problemlos in Strom der Mopedfahrer eingereiht und sind quer über große Kreuzungen geradelt und rechts abgebogen auch wenn wir auf der äußersten linken Spur waren.  

Auf den kleineren Straßen, die uns durch viele kleine Städte und Dörfer führte, war es nicht so sehr der Verkehr der unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nahm, sondern das „Hallo“ der Erwachsenen und Kinder das uns ständig begleitete und zum Stehenbleiben bewog.

An Erhebungen die wir zu überwinden hatten gab es nicht viele. In der Mitte der Strecke waren es einige kleinerer Berge wo wir schon mal reintreten mussten, der einzig längere Anstieg war der Wolkenpass mit knapp 500 m. Als Entschädigung gab es dafür auf der Südseite eine rasante Abfahrt über mehr als 10 km.

Landschaftlich besonders schön waren die „trockene Halong Bucht“ mit den schroffen Kalksteinfelsen die dort wie Zuckerhutberge aus der Ebene ragen. Aber auch weiter südlich, als die Strecke am Meer entlangführte, gab es viel Interessantes zu sehen. So gibt es, schon weit vor Da Nang zahlreiche prächtige Familiengräber im chinesischem Stiel die neben den gepflegten aber einfachen Wohnhäuser wie Paläste aussehen.

Auch die Tropfsteinhöhlen wie z.B. im Phong Nha-Ke Bang National Park oder der Halong Bucht waren bemerkenswert. Als ich 2010 das erste Mal in Hoi An war, gab es auch schon zahlreiche Touristen, die Stadt hatte aber noch ihren ursprünglichen Charakter.  Heute sechs Jahre später ist es ein Ort in dem alles, aber wirklich alles dem Tourismus untergeordnet ist. Ich bedauerte die Bustouristen die über zentral feste Routen von einem Touristenort zum nächsten dirigiert werden. Bei vielen der Backpacker ist es nicht anders, nur dass die sich die Busverbindungen selber suchen müssen.  

Weniger schön meinte es das Wetter mit uns. War es die ersten Tage bei ca. 25 Grad und bewölktem Wetter noch OK, so sank die Temperatur am 6. Urlaubstag auf 14 Grad und es regnete. Es dauerte drei Tage bis sich die Temperatur bei überwiegend bewölktem Himmel wieder den 25 Grad näherte. Auch die restliche Zeit blieb das Wetter durchwachsen. Zwar schien, je weiter südlich wir kamen öfter die Sonne und wir hatten dann über 30 Grad, aber es wurde nie so heiß, dass man nachts die Klimaanlage im Zimmer hätte anstellen müssen.

Auf den 35 km Rückweg von Hoi An nach Da Nang zum Bahnhof (von dort ging es mit dem Zug nach Hanoi) sind wir noch einmal richtig nass geworden. Dafür hatten wir bei der Tagestour von Hanoi in die „Halong Bay“ richtig Glück. Am Vortag konnten die Schiffe wegen Schlechtwetter nicht auslaufen – wir hatten strahlend blauen Himmel bei 28 Grad. Mehr war nicht zu erwarten! Im Norden Vietnams wird es im Winter auch schon mal 10 Grad kalt.

Auch wenn wir überwiegend abseits der Touristenstrecken unterwegs waren, kreuzten wir diese zeitweise doch. Im Gegensatz zu den Bußtouristen hatten wir, wenn der Trubel zu groß wurde, die Möglichkeit uns auf die Räder zu schwingen und ruhigere Orte aufzusuchen.

Thailand 2015

tomtomtofu 2020

Für die Megatour 2020 , von Berlin nach Tokio  und weiter nach Hanoi laufen die Vorbereitungen!