Indien 2017

Kurzbericht

Mumbai und Radtour entlang der Malabarküste von Goa nach Kerala

vom 03. November 2017 bis 25. November 2017
Dauer:  23 Tage 
Streckenlänge: ca. 800/900 km –  
Höhenmeter ca.  8000/10.500 m
Bundesstaaten:  Mumbai, Goa, Karnataka, Kerala

Nachdem ich aus terminlichen Gründen mit Thomas im Oktober nicht durch Japan radeln kann, habe ich mich entschlossen noch einmal mit „Indien Erfahren“ durch den Süden Indiens zu touren.

   

Kurzbericht

Obwohl ich 2014 schon einmal im Süden Indiens war, versprach ich mir von dieser Reise einen tieferen Einblick in das Land. Und auch wenn mir klar war, dass wir mit Mumbai, Karnataka, Goa und Kerala nur einen kleinen Teil des Landes kennenlernen würden, war das was wir sehen und erleben durften die Reise ganz sicher wert.
Das lag nicht zuletzt an Frank der uns als Reiseleiter und Veranstalter, der uns mit mehr Informationen versorgte als wir aufnehmen vermochte. Er konnte an jedem Punkt unserer Tour zu Allem etwas erzählen und war auch mit den unterschiedlichen Religionen und dem Alltagsleben der Menschen vertraut.

Schon an unserem Starpunkt Mumbai führte er uns nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten, sondern auch in Viertel die nicht so glamourös waren wie das Hotel Taj Mahal.

Mumbai Hotel Taj Mahal

Mumbai Hotel Taj Mahal

Mumbai Altstadt

Mumbai Altstadt

Um zum Starpunkt unserer Radtour, nach Goa zu kommen, sind wir die rund 700 km mit dem Nachtzug, bekannt als Konkan Railway gefahren. Frank hatte uns Liegeplätze reserviert, so dass wir nach 14 Stunden nicht ganz so kaputt, aber wegen der Klimaanlage, recht unterkühlt in Goa ankamen.

Mumbai Bahnhof

Mumbai Bahnhof

im Schlafwagenabteil

im Schlafwagenabteil

Von den Rädern die wir an unserem ersten Radtag übernahmen waren eigne neu, den anderen sah man an, dass sie schon einige Touren hinter sich hatten. Sie waren aber von ihrer Funktion her einwandfrei. Den einzigen größeren Ausfall mit Lagerschaden gab es am Fahrrad unseres Reiseleiters, was kein Problem war – es gab genug Ersatz. Begleitet wurden wir von einem Kleinbus für 10 Personen und Platz für einige Fahrräder + Gepäck. Ein zweites Auto, ein Kombi transportierte auch noch Fahrräder und Gepäck. 

eines der neuen Räder wird begutachtet

eines der neuen Räder wird begutachtet

erste Ausfahrt in Goa

erste Ausfahrt in Goa

Die Tagesetappen die wir geradelt sind, lagen im Bereich von ca. 50 bis 80 Kilometer mit Anstiegen von 60 bis 600 Meter. Pausen gab es meist nach 20 bis 30 km wo es dann ein oder zwei Gläser „Tschai“ gab (Schwarzer Tee mit Milch und Zucker manchmal mit Gewürzen).

Es gab für die, die wollten und konnten zwei Anstiege von 1160 und 1560 Meter. Wobei Letzterer nur für die besonders harten war, da es steil auf 2260 Meter hochging. Und in dieser Höhe ist es auch in den Tropen recht frisch, zumal es dort meist nebelig ist.

Wir hatten auch einige Ruhetage die sehr gut platziert waren. Entweder waren wir in schöner Landschaft, wo man die Natur genießen konnte oder es waren Orte an denen es viel zu sehen gab und wer wollte konnte in den durchweg guten bis sehr guten Hotels einfach nur relaxen.

Bei den meisten Sehenswürdigkeiten zu denen wir kamen, war richtig was los. Dort waren wir oft die einzigen Ausländer. Daher wurden von uns mehr Fotos gemacht wurden als wir von den Tempelbesuchern machen konnten. Besonders unsere beiden Radlerinnen mussten immer wieder für Selfies herhalten. 

Zwar ist Indien hinduistisch geprägtes Land, doch gibt es in den südlichen Staaten die wir durchfuhren auch große Anteile von Christen uns Muslimen. Und wenn auch in den meisten Orten jeder der Volksgruppen sein eigenes Viertel hatte, scheint das Zusammenleben der einzelnen Konfessionen problemlos zu sein. Allerding erzählte unser Reiseleiter, dass die Zahl der Frauen mit Vollverschleierung zugenommen hat.

Die Inder, egal welcher Religionszugehörigkeit waren alle freundlich und zuvorkommend. Sobald wir die Touristenzentren verlassen hatten, gab es von allen Seite freundliche „Hello“. Mopedfahrer fuhren so lange neben einen her bis sie ihr Video gemacht hatten und wir die Fragen „woher und wohin“ beantwortet hatten. Etwas nervig war das Gehupe – nicht, weil wir etwa im Wege waren, man wollte uns nur freundlich begrüßen.   

Natürlich haben wir, mit Ausnahme einer „indischen Pizza!!“ nur indische Gerichte gegessen.
Für Vegetarier ist die Indische Küche ein Idealfall. Es gibt aber nicht nur Dal (Hülsenfrüchte), Sambar (Hülsenfrüchte, Gemüse und Tamarinde) oder Alu gobhi (Kartoffeln und Blumenkohl), man kann sich auch Kebab, Chicken Tikka Masala oder oder Murg Tanduri bzw. Tandoori Chicken oder Fisch-Curry bestellen. Reis gehört im Süden zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Er wird nicht nur als ganzes Korn, sondern auch in Form von Mehl unter anderem für die Zubereitung von Idli (gedämpfte Küchlein aus Reis und Bohnen) und Dosa (Pfannkuchen aus Reis und Bohnen) verwendet. Unverzichtbar sind auch die Brote die es in unterschiedlichsten Arten gibt. Am häufigsten hatten wir Chapati oder Roti (gebratenes oder gebackenes Fladenbrot), Naan (gebackenes Fladenbrot aus Hefeteig) und Puri (frittiertes Fladenbrot). 


Nur beim Bier, bzw. Alkohol generell war es schwierig, denn die Restaurants haben keine Lizenz zum Alkoholausschank. Und da wir schon zum Ende der Tagesetappen kein Bier bekamen, wollten wir wenigstens beim Abendessen etwas davon haben. Dazu mussten wir uns in den Hotels in einem öffentlich nicht zugängigen Raum treffen, wo wir dann auch zu Abend gegessen und das eine oder andere Kingfischer Bier geöffnet haben.   

Mein Fazit der Reise ist – empfehlenswert. Und wenn man auch noch das Glück hat, so eine tolle Truppe zu erwischen, sind die drei Wochen zu schnell um.

 

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