Bali


29./30 April 2016 – Anreise – Flug Hamburg – Dubai – Denpasar 

mit Emirates – Abflug am Abend, dann nach ca. sechs Stunden Flug bis Dubai, dort zwei Stunden – fünfzig Aufenthalt und dann noch einmal neun Stunden im Flieger bis Bali. 
Ankunft nach 18 Stunden, 10 Minuten um 21:45. Transfer vom Airport Denpasar in Richtung Ubud ins Hotel. 
Leider hatte ja mein Bike bei der Thailand-Tour 2014 einen Totalschaden (war nur in einer Tasche verstaut) erlitten, so dass ich diesmal wieder einen Fahrrad-Karton genommen habe. Die 37 kg Freigepäck reichten aber  trotzdem aus, da ich mein übriges Gebäck  minimal gehalten habe. Nach problemlosen Einchecken und pünktlichem Abflug von Hamburg kam ich nach einigermaßen gut überstandenen 19 Reisestunden am späten Abend in Denpasar an.  Nachdem es mehr als eine Stunde dauerte bis ich mein Fahrrad und die Reisetasche in Empfang nehmen konnte, waren die Pass- und Zollkontrollein wenigen Minuten erledigt. Nachdem ich mich von einem aufdringlichen „Transportmannager“ befreit hatte, wurde ich am Ausgang von zwei freundlichen jungen Männern von Cocos-Travel erwartet, die mir gleich das Gepäck abnahmen und es im Kleinbus verstauten. In gewohnt asiatisch  flotter Fahrt ging es die ca. 70 km in das Hotel nach Ubund. Schon auf der Fahrt dorthin machte es sich bemerkbar, dass ich nun seit fast 30 Stunden auf war.  Ich war hundemüde – also gab es nur noch Einchecken und ab ins Bett.


1. Tag /1. Mai 2016 – Erkundungstour 36 km, 360 Höhenmeter, ei durchschnittlich 36°

Obwohl ich bis 10 Uhr geschlafen habe, habe ich beim Frühstück auf die Frage „special breakfast“ nur genickt. Eigentlich hätte ich es wissen müssen, dass nichts Balinesisches kommt, sondern das dann ein Amerikanisch- Kontinentalfrühstück serviert wurde. Morgen weiß ich es besser, dann gibt es „local breakfast“.
Der Zusammenbau des Fahrrades war in einer halben Stunde erledigt, so dass ich um 11 Uhr schon zu einer etwas längeren Proberunde unterwegs war die ich schon zu Hause geplant hatte.
Zuerst war ich froh, dass ich schnell von der Hauptstraße runter war. Als allerdings die Straße zum Weg und dann zum Trampelpfad wurde, hatte ich Zweifel am Kartenmaterial das ich auf meinen Garmin habe, zumal es mehrmals vorkam, dass eine gut befahrbare Straße an einer Treppe endete.

So hatte ich bis zum späten Nachmittag auf den doch recht hügeligen 36 km alle Arten von Straßen ausprobiert.
Trotz der vielen Touristen, gab es besonders auf den Seitenstraßen, dass in Asien übliche „hallo“ bzw. ein „selam“.
Ich hoffe, dass meine Mitradler heute Abend eintreffen – solange verkürze ich mir die Wartezeit mit einem großen Bier.


2. Tag /2. Mai  – Zum Tempelkomplex „Gunung Kawi“ , 32 km, 650 Höhenmeter bei durchschnittlich 30°

Meine Mitradler, Heike und Stefan sind spätabends einige Stunden später als geplant angekommen, so dass sie keine Gelegenheit hatten richtig auszuschlafen. Trotzdem haben wir es fast geschafft wie geplant um neun Uhr loszufahren.
Vorbei an dem, hinter dem Hotel liegenden Affenpark, ging es auf einem schmalen Weg mit regen Moped Verkehr nach Ubud wo die Straßen auch nicht wirklich breiter waren, dafür war der Verkehr um einiges heftiger.
Nach ca. 3 Kilometer haben wir den Trubel hinter uns gelassen und sind auf einen kleinen Seitenweg abgebogen der uns mitten durch die Reisfelder führte. Da diese ja immer mit Wasser versorgt werden müssen, waren rechts und links, des oft nur 30 cm schmalen Weges Kanäle, die um einiges tiefer lagen – es hieß also Gleichgewicht halten, was nicht immer gelungen ist. Wir haben aber, trotz einiger zusätzlich heftigen Steigungen und Hindernisse alles gut überstanden.

Die nächsten eineinhalb Stunden ging es über 20 Kilometer kontinuierlich bis auf eine Höhe von 560 Meter. Allerdings gab es immer wieder kurze Steile Abfahrten, denen dann nicht minder Steile Anstiege folgten. Da meine Kondition nicht für alle steilen Hügel ausreichte, bin ich einmal als ich dort stehen blieb und nur die Vorderbremse gezogen hatte, ein Stück nach hinten gerutscht.
Es gab aber auch andere Stopps, wie der in einer kleinen Manufaktur in der Weihnachtsfiguren bemalt wurden, oder ein Fitnesscenter in dem Heike und Stefan die etwas rustikale Einrichtung bewundern konnten.

Gegen 13 Uhr hatten wir den Tempelkomplex fast erreicht, als ein heftiger Regenschauer niederging. Da wir aber beschlossen hatten vor der Tempelbesichtigung etwas zu essen, konnten wir in einem kleinen Restaurant warten bis es aufhörte zu regnen.

Von dort gingen wir zu Fuß vorbei an vielen, vielen Souvenir-Shop zum Haupteingang von wo es über 300 Treppen durch die Schlucht von Pakerisan hinab zu den in Stein gehauenen Monumente ging, die in der Frühgeschichte Balis entstanden.
Insgesamt hat uns die Anlage nur mittelschwer begeistert und war für uns kein ein absolutes „Muss man gesehen haben“.

Auf der Abfahrt, wir waren ja auf 560 Meter Höhe, ging auf durchweg guten Straßen recht flott abwärts, auch wenn es einige der schon bekannten heftigen Abfahrten und Anstiegen gab.

Als wir uns dann Ubut näherten wurde der Verkehr so heftig, dass zeitweise gar nichts mehr ging. Wir haben uns dann auf den ohnehin schmalen Fußweg durchgedrängt, der aber auch reichlich mit Hindernissen gespickt war. Ich bin ja in vielen asiatischen Großstädten unterwegs gewesen, der Tripp durch Ubud kommt in mein privates Guinness Buch.

Am späteren Nachmittag sind wir noch einmal in die Stadt gegangen, da Heike und Stefan sehen wollten wie verführerisch das Shoppingangebot dort ist.
Wir haben den Abend mit einem recht ordentlichen Essen ausklingen lassen und waren mit einer kleinen Tüte und einem etwas größeren Paket gegen acht wieder im Hotel.

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3. Tag /3. Mai  – Ayung River Rafting 36 km, 414 Höhenmeter, bei durchschnittlich 32°

Heute standen zwei „R“ auf dem Programm: Radfahren und Rafting. Da beides nicht so lange dauern sollte, sind wir erst um 10 Uhr im Hotel losgefahren.
Da unser Startpunkt am Ayung River für die Rafting Tour naturgemäß etwas höher in den Bergen lag, hieß es erst einmal auf 414 Meter hochradeln. Straßen, Wege und Pfade wechselten sich ab und es gab natürlich auch wieder die steilen Abfahrten und bissigen Anstiege.

Gegen Mittag tauschten wir unsere Räder gegen Schwimmweste, Paddel und Helme, mussten aber um an das Wasser zu kommen mehrere lange und steile Treppen nach unten steigen.
Nach einer kurzen Einweisung ging es gleich zur Sache, dass heiß nach 100 Meter waren wir nass bis auf die Haut.
Zwar waren wir mit Allem ausgerüstet was man auf einer Rafting Tour braucht, aber unser Guide der den Bootstripp täglich zweimal macht, hatte unsere Unterstützung – so sehr wir auf seine Befehle befolgten und kräftig paddelten, nicht nötig.
Auch wenn diese zweistündige Fahrt eher einem Sightseeing-Rafting glich, so war der Dschungel und die zum Teil enge Schlucht durch die sich der Fluss schlängelte, sehr beeindruckend.

Der Weg zurück auf die Straße, an dem das Restaurant lag, in dem wir zu Mittag gegessen haben, war dann nicht ganz so steil und Hoch wie beim Start.

Der Weg zurück in das Hotel dauerte – natürlich nicht ohne das „Rauf und Runter“ nur eine halbe Stunde.

Heike und Stefan die für den Abend eine Wohlfühlmassage gebucht haben, werden wohl gerade durchgeknetet, während ich in der Lobby des Hotels bei einem Bier das Erlebte des heutigen Tages aufschreibe.


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4. Tag /4. Mai  – Magic Mountains 40 km, 1200 Höhenmeter, bei durchschnittlich 27°

Heute sollte es zum ersten Mal so richtig in die Berge gehen, doch waren wir die erste halbe Stunde mit dem Bus unterwegs. Danach stiegen wir auf unsere Bikes und radelten die ersten 15 Kilometer entlang von Reisterrassen und Kokos-Plantagen recht entspannt bis auf eine Höhe von ca. 700 Meter. Es ging dabei stetig mit moderaten 3 bis 5% bergauf.
Um die Mittagszeit und bei entsprechender Hitze näherten wir uns den steileren Teil der Tour. So entspannt die ersten Kilometer waren, um so herausfordernder waren die dann folgenden 12 Kilometer. Mit Steigungen zwischen 8 und 12 % ging es immer höher, biss die erste von zwei tiefen Tälern kamen wo es kurvenreich und steil bergab und dann gleich wieder ebenso steil bergauf ging.

Heike und Stefan saßen die ganze Strecke auf ihren Rädern und kurbelten nach oben. Für mich gab es aber etliche Stellen, an denen ich schnaufend und schwitzend mein Fahrrad den Hang hochgeschoben habe.

Wir waren aber alle drei nicht enttäuscht als unser Guide vorschlug die letzten 5 Kilometer in den Bus umzusteigen da der Weg in das Hotel eine stark befahrene Hauptstraße war.
Leider liegt dieses direkt in einer Kurve, so dass wir den Straßenlärm von unten und oben haben.

Da wir während der Fahrt nur etwas Obst gegessen hatten haben wir am späten Nachmittag im Hotelrestaurant ordentlich zugeschlagen. Es war zwar kein kulinarisches Highlight, aber doch recht ordentlich. Ich konnte allerdings nicht wiederstehen und habe vorher an einer mobilen Garküche die, die Hotelangestellten versorgte, eine gute, scharfe Nudelsuppe zu essen.

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5. Tag /5. Mai  – Wanderung im Regenwald

Da heute „Dschungeltour“ auf dem Programm stand, blieben die Räder in der Hotellobby stehen und es ging erstmal mit dem Bus eine halbe Stunde bergan. Außer uns Dreien, kamen Ehepaar mit, die bei CocosTravel nur diese Tour gebucht hatten. Werner, der Inhaber der Firma und ein lokaler Guide wollten uns in den Nächsten sieben Stunden die Schönheiten des Regenwaldes zeigen. Doch es kam etwas anders.
Es fing alles entspannt an. Zuerst ging es ca. 300 Meter bergab vorbei an kleinen Bauernhöfen bis wir auf einen schmalen steilen Seitenweg abbogen. Von dort an ging es im grünen Dickicht eine schmale Schlucht weiter bergab. Der Boden war einigermaßen fest und wir kamen recht flott zum ersten kleineren Wasserfall. An dessen unterem Ende hatte sich ein Becken gebildete das zum Schwimmen einlud, zumal durch die Strömung auch noch eine natürliche Gegenstromanlage den Spaß erhöhte.
Wir waren gerade dabei uns auszuziehen als die ersten Tropfen fielen.
In der Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird, haben wir unsere Sachen unter die Bäume gelegt und uns in das erfrischende Nass gestürzt.
Aber schon wenige Minuten später wussten wir, dass wir so schnell nicht wieder trocken werden würden. Inzwischen waren aus den wenigen Tropfen eine sehr heftiger Tropenregen geworden und unsere sorgsam abgelegten Sachen waren schon reichlich feucht bis nass.
Während Heike, Stefan und ich keine Wasserdichten Rucksäcke hatten, hatten die anderen Regenmäntel, oder Schutzhüllen mit.  Und da es nirgendwo etwas zum Unterstellen gab, beschlossen wir, schon durchnässt wie wir waren, den kürzesten Weg zum nächsten Bauernhof zu nehmen.
Auf glitschigen Urwaldboden, über Steine und Wurzeln, ging es die nächste Stunde durch das Dickicht nach oben. Das wir dabei knietief am oberen Rand eines Wasserfalls den Weg suchen mussten war nur eine der Herausforderungen, die uns erwartete bis wir gegen 13 Uhr das kleine Bauernhaus erreichten. Bei einem von den Bauern selbst angebauten und verarbeiteten Kaffee habe musste ich feststellen, dass meine Kamera und das Handy zu viel Wasser abbekommen hatten – nichts ging mehr.

Nachdem wir das von Werner organisierte Mittagessen und noch einige Tassen Kaffee und Ginger Tee verdrückt hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Auto, das aber eine gute halbe Stunde Fußweg und etliche Meter höher an der Hauptstraße stand.
Da es aber schon beim Essen aufgehöhrt hatte zu regnen, hatten wir Zeit uns die Pflanzen anzusehen, deren Früchte wir meist nur aus dem Supermarkt kennen.
Ehe wir losfuhren einigten wir uns vor dem geplanten Besuch des Tempels „Pura ulun Danu Bratan“ ein Restaurant in der Nähe aufzusuchen. Doch wir kamen nicht weit. Nach ca. 5 Kilometer kamen wir an das Ende eines Staus bei dem für die nächsten 3 Stunden nichts weiterging.

Nach einer Stunde sind wir ausgestiegen, und zu Fuß zum Tempel gegangen, wo Werner uns aufsammeln wollte. Dort angekommen war kein Ende des Staus zu sehen, aber dafür war der Parkplatz am Tempel voll mit Bussen. Da wir keine Lust uns in das Getümmel zu stürzen, beschlossen wir in einem Restaurant mit Blick zur Straße zu warte, bis es weiterging.
Als gegen 17 Uhr kein Weiterkommen abzusehen war, beschloss ich die anderthalb Kilometer zum Hotel zu Fuß zugehen.
Obwohl sich der Stau zwischenzeitlich aufzulösen begann, brauchte die Anderen noch gut eine Stunde bis sie nach mir in das Hotel kamen.

Der Grund für den Stau soll übrigens der Besuch des Ministerpräsidenten im Botanischen Garten gewesen sein. Bei solchen Gelegenheiten werden hier die Straßen großräumig rigoros gesperrt.
Nach einer ausgiebigen Dusche ließen wir den aufregenden Tag im Hotelrestaurant ausklingen.

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6. Tag /6. Mai  – vom Lake Banau Buyran zur Bali Sea, 66 km, 1381 Höhenmeter, bei durchschnittlich 31°

Heute gibt es trotz der bisher längsten Strecke nicht viel zu berichten. Mit leichter Verspätung sind wir mit dem Shuttlebus zum höchsten Punkt, der nach Norden führenden Straße gefahren. Von dort ging es die nächsten 25 Kilometer ziemlich steil Bergab. Zwischen den Serpentinen waren das gerne mal 18% Gefälle, wo man schon fast das Gefühl hatte, vorne über zu fallen.
Sowohl in den Bergen als auch später in der Ebene fuhren wir durch viele Orte, in denen der Tourismus noch keine Rolle spielt. Erst direkt an der Küste bei Pemuteran gab es wieder Touristenhotels, von denen wir am frühen Nachmittag das Adi Assri ansteuerten.

Da es direkt am Strand liegt, nutzten wir die Gelegenheit im badewannenwarmen Wasser unterzutauchen und den Rest des Tages zu faulenzen.

 

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7. Tag /7. Mai  – Überfahrt nach Java, 35 km, 167 Höhenmeter, bei durchschnittlich 33°

Nachdem wir noch etwas Geld getauscht hatten, ging es um 9 Uhr los. Erstes Etappenziel war eine Bucht wo sich wohl alle Tauch- und Schnorchelfans der Nordseite von Bali versammeln.  Geschätzte dreißig Boote schippern Touristen aus aller Herren Länder im Minutentakt hinaus zu den Tauchgründen. Heike und Stefan mitten drin.
Da ich mir wahrscheinlich im Dschungelregen einen kratzigen Hals und eine verstopfte Nase geholt habe, blieb lieber ich im Trockenen.
Danach ging es auf einer guten, aber doch recht stark befahrenen Straße durch den Menjangan Nationalpark zum Hafen von Gilimanuk von wo die Fähren nach Java übersetzten.
Der Weg durch den Nationalbark bot das inzwischen gewohnt tropische Grün. Besondere Pflanzen oder Tiere gab es aber nicht zu sehen.
Kurz vor den Fährhafen sind wir, wegen des zunehmend stärkeren Verkehrs in den Bus umgestiegen.

Nach einigen Kontrollen und ohne Wartezeit rollten wir gegen Mittag auf die, schon etwas altertümlich wirkende Fähre. Die Überfahrt bei ruhiger See dauerte rund eine dreiviertel Stunde.

Weiter geht es im zweiten Teil „Java

Thailand 2015

tomtomtofu 2020

Für die Megatour 2020 , von Berlin nach Tokio  und weiter nach Hanoi laufen die Vorbereitungen!